• Nutzen Sie die Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen.
  • rundum Kamine und ÖfenSegelfortstraße 39, 49584 Fürstenau
  • Heizen Sie mit Holz

Gut zu wissen

Raumheizvermögen von Kaminöfen
Kaminöfen sollten für den jeweiligen Aufstellraum keinesfalls überdimensioniert ausgewählt werden. Überdimensionierte Geräte müssen ständig gedrosselt werden und können dadurch nicht optimal ausbrennen. Folge ist, dass die Sichtscheibe beschlägt und alle rauchgasführenden Teile durch kondensierende Rauchgase verteeren können. Das Raumheizvermögen eines Kaminofens wird entsprechend DIN 18893 in 3 verschiedenen Größen angegeben. Diese Angaben richten sich im Wesentlichen nach der Lage des Wohnraums, in dem der Kaminofen aufgestellt werden soll.

1) Günstige Heizbedingungen ergeben Räume die nach Süden gerichtet sind und nur eine Außenwand haben.
2) Weniger günstige Heizbedingungen ergeben Räume mit nur einer Außenwand, aber unbeheizten Nebenräumen.
3) Ungünstige Heizbedingungen ergeben Räume mit 2 Außenwänden und Nordlage.

Ofen wird zu heiß, Holz brennt zu schnell weg

Die meistens Kaminöfen haben eine Wärmeleistung von ca. 6 – 8 kW. Für ein durchschnittliches Wohnzimmer von 30 m² viel zu viel (Wärmebedarf im Neubau bei -10° C = ca. 2 kW). Die Folge ist eine Raumtemperatur von 30° C und mehr. Sie sollten versuchen, weniger Holz aufzulegen und die Flamme klein zu halten. Eventuell liegt das Problem auch an Ihrem Ofen: Wenn die Türdichtungen oder der Scheibenrahmen undicht sind, lässt sich der Ofen nicht mehr richtig drosseln. Wenn die Scheibe beim Antippen klappert, muss der Dichtrahmen nachgezogen werden.

Die Türdichtung ist ein Verschleißteil und sollte regelmäßig auf Funktion geprüft werden. Der Türgriff sollte beim Verriegeln die Tür fest in die Dichtung drücken. Die Ascheschublade muss am Anschlag vollständig abdichten. Wenn alles nichts hilft, ist vielleicht die Tür verzogen oder der Kaminofen hat große Fertigungstoleranzen. Dieses Problem tritt häufig bei sehr einfachen Kaminöfen mit geringen Qualitätsanforderungen auf. Rauch beim Nachlegen von Holz. Dieses Problem tritt häufig bei Kaminöfen mit großen Türöffnungen auf. Wenn man während des Betriebes die Tür öffnet, muss der Schornstein plötzlich die achtfache Luftmenge fördern, um im gesamten Türöffnungsbereich einen Unterdruck zu erzeugen.

Der Schornstein ist hierzu nur in der Lage, wenn er einen ausreichenden Querschnitt und genügend wirksame Höhe hat. Man sollte deshalb vor dem Kauf eines Ofens vom Schornsteinfeger prüfen lassen, ob der Schornstein für einen Kaminofen mit Panoramascheibe (freier Querschnitt bei geöffneter Tür über 1200 cm²) geeignet ist. Falls dies nicht der Fall ist, kann man auf Öfen mit geteilter oder kleiner Tür ausweichen. Haben Sie bereits den „verkehrten“ Ofen im Wohnzimmer stehen, helfen manchmal auch folgende Tipps:

• Prüfen Sie, ob eine evtl. vorhandene Drosselklappe im Verbindungsstück in der richtigen Position (offen) steht
• Öffnen Sie die Tür erst einen Spalt weit und warten ein paar Sekunden, dann die Tür ganz langsam so weit wie
nötig öffnen und das Holz nachlegen.
• Legen Sie das Holz ganz nach hinten quer in den Brennraum, benutzen sie dazu eine Zange.
• Grundsätzlich wirkt sich ein senkrechter Rauchgasabfang nach oben positiver auf die Funktion eines Ofens aus,
als ein Abgang nach hinten.
• Prüfen Sie, ob das Verbindungsstück zwischen Ofen und Schornstein sauber ist.


Verschmutzte Scheiben
Ein häufiges Problem bei Kaminöfen mit Glastüren. Die Abgase kondensieren an der (relativ) kalten Scheibe und schwärzen die innere Oberfläche. Erste Regel:Legen Sie das Brennholz ganz nach hinten gegen die Rückwand. Legen sie die Holzscheite immer quer in den Ofen, niemals mit der Stirnseite zur Scheibe (an der Stirnseite tritt das meiste Holzgas aus!). Verwenden Sie nur trockenes unbehandeltes Holz (keinen Holzabfall).

Gut konstruierte Feuerstätten verhindern die Schwärzung der Scheiben durch geschickt vorgeheizte Verbrennungsluft, die von innen an der Scheibe entlanggeführt wird (Sekundärluft). Dieses System funktioniert aber nur, wenn gleichzeitig die Primärluft (Luftführung durch die Ascheschublade bis unter die Flamme) weit gedrosselt oder ganz geschlossen wird. Die Primärluft bleibt nur während der Anheizphase geöffnet. Manchmal helfen auch diese Tipps nichts: Dann ist ihr Ofen entweder undicht („Falschluft“ pfeift unkontrolliert durch Türen und Ascheschublade in den Brennraum) oder Ihr Ofen ist konstruktiv nicht mit einer funktionsfähigen „Scheibenspülung“ ausgestattet. Sekundärluftschieber im Bereich des Scheibenrahmens lassen nur kalte Luftschleier zur Scheibe gelangen und halten die Scheibe meist nur stellenweise durchsichtig. Es gibt auch Öfen, an denen die Sekundärluft nicht geregelt werden kann. Hier hilft nur eine Drosselklappe im Abgasrohr, die bei zu starkem Schornsteinzug ein unkontrolliertes Abbrennen des Brennstoffes verhindert. Einige Ofen-Typen verzichten ganz auf Sekundärluftregelung. Diese Öfen sind für die Verbrennung von Holz kaum geeignet (eher für Brikett und Steinkohle) und werden i. d. R. auch nicht mit einer Glastür ausgestattet.


Ofen „zieht“ nicht
Die Ursache liegt meistens in einem verschmutzten Verbindungsstück oder am Schornstein. Prüfen Sie, ob eine evtl. vorhandene Drosselklappe im Verbindungsstück in der richtigen Position (offen) steht. Beim Anheizen drückt oft Rauch zurück, weil der Schornstein noch keine Wärme bekommen hat. Ein Schornstein „zieht“ nur, wenn er innen wärmer ist als außen. Insbesondere Schornsteine, die an der Außenwand hochgeführt worden sind, brauchen erst einen kleinen „Anschwung“. Hier hilft im Notfall Omas Hausmittelchen: Etwas Papier in der unteren Reinigungsöffnung legen und anzünden. Danach kann man den eben erzeugten Auftrieb für den Anheizvorgang nutzen. Eventuell ist der Querschnitt des Schornsteins nicht ausreichend bzw. die Ofentür zu groß.

 

Holz verbrennt nicht vollständig
Nachdem das Feuer erloschen ist, befinden sich noch unverbrannte Holzstückchen im Feuerraum. Hierfür gibt es zwei Ursachen: Meistens war das Brennholz nicht ganz durchgetrocknet, als es ins Feuer geworfen wurde. Es verbrennt dann nur der Teil, der direkt ins Glutbett des vorhandenen Feuers gelegen hat. Eine weitere Ursache kann entweder die Konstruktion der Feuerstätte oder eine Fehlbedienung sein: Holz sollte bei der Verbrennung möglichst keine Luft von unten (über das Rost) bekommen. Die Holzstücke werden, sobald sie direkt über dem Rost liegen, regelrecht weggebrannt. Die Enden bleiben nachher unverbrannt liegen. Optimal ist die Verbrennung in einem Glutbett (wie beim Lagerfeuer). Die Verbrennungsluft kommt von oben und von den Seiten. Zum Anheizen muss man üblicherweise Luft von unten zugeben (Primärluft), damit das Holz anbrennt. Danach sollte man möglichst schnell die untere Luftzuführung schließen und nur noch mit der Sekundärluft (Luft von oben) regeln. Bei guten Kaminöfen bleibt so auch die Scheibe sauber.

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